Wann erscheint Exoborne? Sharkmobs Sturm-Shooter
Exoborne hat noch immer keinen Release-Termin – und genau das wollen die meisten wissen, die den Namen in die Suchleiste tippen. Sharkmob stellte seinen taktischen Open-World-Extraction-Shooter im August 2024 gemeinsam mit Publisher Level Infinite vor und versprach einen Start im Jahr 2025 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Dieses Zeitfenster ist verstrichen. Im offiziellen Veröffentlichungsplan des Publishers steht Exoborne inzwischen als TBA, und auch die Steam-Seite zeigt nur „To be announced“. Wer mit einem festen Datum vorbestellen oder planen möchte, braucht also noch Geduld.
Warum trotzdem so viele immer wieder nachsehen? Wegen der Grundidee. Exoborne ist nicht einfach der nächste Shooter nach dem Prinzip „Beute schnappen und raus“: Tornados, Blitzeinschläge und heftige Stürme verändern das Schlachtfeld und damit jeden einzelnen Run. Dazu trägt jede Spielerin und jeder Spieler ein anpassbares Exo-Rig, das Bewegung und Kampf eher wie ein Superhelden-Werkzeugkasten wirken lässt als wie klassische Soldatenausrüstung. Sharkmob, das schwedische Studio hinter Vampire: The Masquerade – Bloodhunt, setzt darauf, dass das Wetter für Extraction leisten kann, was der schrumpfende Kreis einst für Battle Royale war.
Im Folgenden ordnen wir ein, was offiziell bestätigt ist, was Wettersystem und Exo-Rigs konkret verändern, wie sich das Spiel mit bereits erhältlichen Extraction-Shootern vergleicht und welche Risiken man im Blick behalten sollte.
Release-Termin: TBA (ursprünglich für 2025 angekündigt)
Entwickler: Sharkmob
Publisher: Level Infinite
Genre: Taktischer Open-World-Extraction-Shooter
Plattformen: PC (Steam), PlayStation 5, Xbox Series X|S
Offizielle Website: exoborne.com
Der eigentliche Gegner in Colton County ist das Wetter
Die meisten Extraction-Shooter erzeugen Spannung durch andere Spieler und einen laufenden Timer. Exoborne fügt einen dritten Druckfaktor hinzu: Mutter Natur. Sharkmob beschreibt Colton County als „emergentes Schlachtfeld“, auf dem ein dynamisches Wettersystem die Regeln bestimmt. Tornados ziehen über die Karte, Blitze schlagen in ungeschützte Positionen ein, und apokalyptische Stürme rollen ohne Vorwarnung heran – keine Session soll sich wie die andere anfühlen.
Das ist wichtig, weil es die größte Schwäche des Genres angreift: Routine. Sobald die sicherste Loot-Route auswendig gelernt ist, laufen Extraction-Spiele oft nach denselben Mustern ab. Wenn ein Sturm einem Scharfschützen die Sicht nimmt oder ein Squad von seiner geplanten Route drängt, bleibt die Karte auch nach Dutzenden Stunden unberechenbar. Offen ist die Balance: Wetter, das sich zufällig anfühlt, wirkt schnell unfair. Sharkmob muss diese Gefahren lesbar machen, statt sie nur bestrafen zu lassen.
Wer schon jetzt Lust auf riskante Beutezüge hat, sollte sich ARC Raiders ansehen. Der PvPvE-Shooter lebt von der ständigen Angst, die eigene Ausbeute zu verlieren – ein guter Maßstab für das Risiko-Belohnungs-Prinzip, das Exoborne anstrebt.

In Exoborne finden Feuergefechte mitten im Unwetter statt – Trümmer, Blitze und fliegende Rebellen teilen sich dasselbe Bild.
Exo-Rigs machen Bewegung zur Taktik
Die zweite Säule ist das Exo-Rig. Jeder Rebell trägt einen angetriebenen Rahmen, der sich mit Mods anpassen lässt. Diese Fähigkeiten sollen sich kombinieren lassen – mit den Loadouts des Squads und mit den Naturgewalten selbst. Sharkmob spricht ausdrücklich von „zusätzlichen Synergien“ zwischen Mods und Wetter. Das deutet darauf hin, dass man Wind oder Stürme gezielt nutzen kann, statt sie nur zu überstehen.
Ausrüstung lässt sich plündern, herstellen oder gegnerischen Spielern abnehmen. Der Fortschritt verstärkt damit direkt die Extraction-Spannung: Je besser das Rig, desto mehr steht auf dem Spiel. Die Formel ist bekannt, doch die Mobilität in den Trailern – Gleiten, weite Sprünge, Absprünge aus Fluggeräten mitten ins Gefecht – lässt einen schnelleren, vertikaleren Rhythmus erwarten als bei bodenständigen Mil-Sim-Vertretern.
Story, Fraktionen und die Reborn-Rebellion
Exoborne verpackt seinen Spielablauf außerdem in mehr Erzählung als üblich. Die Ausgangslage: Rebirth versprach, die Menschheit vor einer drohenden Katastrophe zu retten – und verriet sie. Nach dem Zusammenbruch der Gesellschaft schließen sich die Spieler der Reborn-Rebellion unter ihrem Anführer Tar an. Feindliche Fraktionen durchstreifen Colton County neben rivalisierenden Spielern, und der offizielle Text warnt: Nicht jedem kann man trauen.
Wie viel davon in sessionbasierten Matches tatsächlich ankommt, ist unklar. Extraction-Shooter liefern selten starke Kampagnen, die Hintergrundgeschichte dürfte also eher Rahmen als vollwertige Handlung sein. Ein klarer Konflikt verleiht Exoborne trotzdem eine Identität, die vielen Konkurrenten fehlt.

Luftlandungen zeigen die Beweglichkeit der Exo-Rigs – Drohnen kreisen, während die Rebellen direkt ins Gefecht springen.
Warum sich der Release verschiebt – und worauf man achten sollte
Das verpasste Ziel 2025 und der aktuelle TBA-Status sollten ernst genommen werden. Das Extraction-Genre ist dicht besetzt, und ein zu früher Start mit wenig Inhalt oder wackeligen Servern vertreibt ein Publikum schnell. Eine Verschiebung kann ein gutes Zeichen sein, wenn sie für bessere Balance sorgt; sie kann aber auch bedeuten, dass das Projekt seine endgültige Form noch sucht. Solange der Publisher keinen Termin nennt, sind Gerüchte über ein Startfenster mit Vorsicht zu genießen.
Lohnt sich das Warten auf Exoborne?
Exoborne richtet sich an Squads, die taktische Extraction mögen, sich aber mehr Chaos und Bewegungsfreiheit wünschen, als das Genre üblicherweise bietet. Das Wettersystem ist eine wirklich frische Idee, und die Exo-Rigs versprechen verspielte, vertikale Kämpfe. Das Risiko liegt in Balance und Timing, nicht im Konzept. Wer die Wartezeit mit einem kooperativen Looter-Shooter überbrücken will, findet in The Division 2 Ultimate Edition Squad-Fortschritt und intensive Ausrüstungsjagd in einer zerstörten Stadt – bei Urazon oft zu einem fairen Preis. Exoborne gehört auf die Wunschliste, den Kalender sollte man danach aber noch nicht ausrichten.